Wie die Brüder Grimm mir einen Parkplatz besorgten!

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Neulich auf dem Weg zum Einkaufen: Ein quengelndes Baby auf dem Rücksitz, zäher Berufsverkehr, mein Magen knurrt und 1.000 unerledigter To Do´s im Kopf. Und inmitten dieser unzähligen Reize sehe ich dieses Straßenschild: die „Brüder-Grimm-Gasse“. Ich biege ab und hab ihn, den wohl einzigen freien Parkplatz rund um den Potsdamer Platz. Danke, ihr Märchenbrüder! Seitdem ihr vor ein paar Monaten so intensiv in mein Leben getreten seid, scheint mein ganzes Leben ein reines Märchen zu sein; hier eine Rotkäppchen-Tasse, dort der Froschkönig im Radio. Der Märchen-Filter funktioniert! 

Jemand anderen wäre das Straßenschild wahrscheinlich nie aufgefallen. Verrückt, wie sehr unsere Prägungen, Neigungen und Interessen die Wahrnehmung beeinflussen! Jeder hat eigene Filter, jeder legt seinen Fokus auf unterschiedliche Dinge. Somit erlebt auch jeder seine subjektive Wirklichkeit. Super spannend, wie ich finde. Doch noch spannender finde ich die Konsequenzen von Paul Watzlawick, der hierzu sagte:  „Aus der Idee des Konstruktivismus ergeben sich zwei Konsequenzen: Erstens die Toleranz für die Wirklichkeit anderer – denn dann haben die Wirklichkeiten anderer genauso viel Berechtigung als meine eigene. Zweitens ein Gefühl der absoluten Verantwortlichkeit. Denn wenn ich glaube, daß ich meine eigene Wirklichkeit herstelle, bin ich für diese Wirklichkeit verantwortlich.“

Wo er Recht hat, hat er Recht 😉

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